Yes – I did it!
Vor längerer Zeit schon habe ich mir vorgenommen irgendwann mal einen Fallschirmsprung zu machen. Es ging mir einfach mal darum eine Grenzerfahrung zu machen. Bin ich fähig mit einer Angstsituation umzugehen oder werde ich da panisch. Kann ich meinen Willen durchsetzen oder muß ich mir eingestehen, daß ich es nicht fertig bringe. Ich wußte es vorher nicht. Jetzt weiß ich es!
| Von Weltreise – Neuseeland – 2009.09.19 |
Erst wollte ich in Taupo springen aber durch die Sperrung der Highways infolge des Wetters mußte ich nach Rotorua ausweichen. Gestern als hier in Rotorua so ein Bombenwetter war, Sonne und 20°C, bin ich um 5pm angekommen und gleich an den Flughafen herangefahren. Einfach mal einen Eindruck bekommen und die Zeiten erfragen. Also ich vor dem Hangar geparkt und rein. Etwas haben mir die Beine schon geschlackert.
(ich) „Hi“
(sie) „Hi, Lars?“ (wir hatten 2min vorher telefoniert)
(ich) „Ja. Ich wollte mal fragen wegen … .“
(sie) „Willste gleich springen?“
(ich) „Nee, neee. Ich muß da erst eine Nacht drüber schlafen. Also bis morgen.“
(sie) „Bis morgen.“
Für heute war dann um 11am ein Sprung vereinbart. Sollte nämlich laut Wetterbericht auch so bombig werden – ist es natürlich nicht geworden. Aber auch egal. Habe den Hangar wieder verlassen und war froh, daß es ja noch sooo weit weg ist. Ist ja erst morgen.
Heute früh bin ich dann aufgewacht und dachte, so nun ist schon „morgen“ und gleich springste aus ‘nem Flugzeug und … oooh Gott! Erst einmal etwas ablenken.
Vereinbart war, daß ich 30min vorher anrufe, um das Wetter auszuloten und evtl. den Sprung zu verschieben. Beim Telefonat wurde dann auch klar, daß der Fall eintritt und wir verschieben es auf 1am. (Puuuh! In dem Moment dachte ich, haste also noch 3h länger (zu leben). Habe mich schon gefreut.) Nachdem ich die Zeit, die mir wie eine Schonzeit vorkam mit Wäsche waschen zugebracht habe, klingelt es kurz nachdem ich den Trockner befüllt habe. „So, könntest du?“,“Wann?“,“Jetzt! Ist gerade eine Wolkenloch.“,“Ähh, habe da ein Problem … habe gerade den Trockner befüllt ….“ (mir war etwas mulmig und die Ausrede kam mir gerade recht), „Ach was der Trockner … !“, (Mist, hat nicht geklappt, war aber auch nur ein kläglicher Versuch.)
Die 8km zum Flughafen kamen mir wie 80km vor. Die 15min Fahrt wie 2h, ich merkte langsam die Aufregung. Mir schien es so, als würden alle 25km/h fahren, alle lief so langsam ab. Ich merkte wie schon vor dem Sprung Adrenalin ausgeschüttet wurde. (Warum schleichen die denn hier alle mit 80 lang?) Ich sehe das Gebäude und denke noch, einfach geradeaus weiterfahren, merkt keiner und bezahlt haste auch noch nicht. Ich biege dann doch links ein und stelle mein Auto ab. Motor aus. Nocheinmal tief Luft holen und dann rein.
Die Vorbereitungen dauern vor dem Start weitere 20min. Zwanzig Minuten, die ich genieße und die mir wie eine Ewigkeit vorkommen. Es geht los. Anzug an. Gurte anlegen. Mein Tandempartner wird mir vorgestellt. Name habe ich schon wieder vergessen, ich glaube er hieß Mike [Meik] oder so. Mit mir zusammen möchte auch eine füllige 18jährige Inderin springen. Gut, daß ich nicht alleine springe, kann ich wenigsten gucken, wie sie abspringt. Hmm. Doof nur, daß wir als letzte einsteigen. Hmm, will nicht als erster springen *jaul. Egal.
So wie wir in der kleinen Propellermaschine sitzen habe ich mir immer die Holzklasse vorgestellt. Im Film haben die Fallschirmjäger immernoch auf Bänken gesessen, wir nicht. Wir sitzen hintereinander auf dem Boden – so wie der Langstreckenflug der Air Jemen nach Madagaskar, der dann ein jähes Ende im Pazifik fand. Der Start ist normal, etwas lauter und etwas näher am Fahrtwind aber sonst gut und schön. Gut, daß wir ja erst aufsteigen müssen und nicht gleich springen, sonder es noch mindestens noch 10min Steigflug hin ist, bis … ich schiebe es einfach weg. Hmm, schön die Wolken. Ooh über den Wolken ist es ja schön. Die instructors beginnen langsam mit ihren Witzen, gut daß ich ihren Slang kaum verstehe. Also sollen sie doch ruhig witzeln, nachdem ich jedes Mal fünf Mal „Ähh?“ frage, hören sie auf. Die sind echt nicht zu verstehen, einfach nur unverständlich. Erinnere mich gerade an die ersten Tage in NZ in Hamilton bei KFC, wo ich mehrmals fragen mußte, ob es nun zwei oder drei Dollar kostet. Naja, springe mit dem, den ich nicht verstehe ja nur aus einem Flugzeug. Falls ich ihn falsch verstanden habe, dauert es nur 3min bis es mir egal sein kann
.
Nein – die Lampe wird grün und zeigt auf „Jump“. Es geht los … ich sitze nun an der offenen Tür in 5.000m Höhe und schaue auf den Wolkenteppich und dann geht es auch schon loooooooooooooooooooooooos ….. aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah.
Der Sprung beginnt mit einer Rolle rückwärts und das schlimme Gefühl des Fallens dauert nur ein bis zwei Sekunden, dann wird es ein gleichmäßiger Fall durch den kleinen Bremsfallschirm. Wirklich genial, irgendwann bin ich dann nur noch überwältigt gewesen. Ich habe mich einfach vorher entspannt und bin nicht verkrampft, dann kann man es ziemlich gleich nach dem Ausstieg genießen. Einfach super. Dadurch, daß ich Video und Photos mitgebucht habe, ist neben mir ein, der Fotograf geflogen. Er hat mich die ganze Zeit (1,5min) gefilmt und fotografiert. Für das erste und vielleicht das letzte Mal wollte ich unbedingt Photos haben. Für die Enkel *zwinker.
Das Preis hat sich gelohnt und ich würde es immer wieder machen. Mal schauen, ob es in Vancouver geht. Nach der Landung muß einem das Grinsen wirklich aus dem Gesicht operiert werden, so fest sitzt es. Es ist ein purer Adrenalinrausch, der bei mir ca. 1h angehalten hat. GEEEEIL!
Ich kann auch nochmal auf diesen Link verweisen. Die Beschreibung des ersten Males sind nahezu identisch. Ich zitiere hier mal die entsprechenden Auszüge.
„What does skydiving feel like? — Freedom. For 45 to 60 seconds there is nothing but me, the air and my friends. Flying your body in the sky is the greatest feeling I have ever experienced. Flying and landing a parachute is a lot of fun too. I’d say it is kinda like driving a race car and landing an airplane all at once.
For me I find relaxation in free fall. I know no better way to relax then jumping out of plane and back flying solo.
It is very easy to breath in free fall. There is a lot of air up there. Being relaxed and just flying and having fun.
By the way, if you are afraid of heights you have nothing to worry about for skydiving. After about 2000 feet of climb it will all look the same. When you are in free fall you do not have the feeling of falling because there is nothing to tell you how fast you are falling. Think about as driving down the interstate and looking at an overpass two miles away. You’re doing 100mph towards the overpass but it does not seem to be getting any closer until you’re right up on it. Same thing in skydiving, the ground is far enough away that there is no ground rush. It took me about 100 jumps before I could see the difference between 12000 feet, 7000 feet and 3000 feet.
The length of a skydive depends on the type of skydive. a low altitude jump I may have 5 to 20 seconds of free fall. Full altitude I can have 45 to 60 seconds of free fall. If I’m free flying then less free fall because the speeds are higher. If I’m on my belly then more time because the speeds are lower. The canopy flight time depends on how you fly and the type of canopy. It can be anywhere from less than 60 seconds under canopy to 5 or 6 minutes for a normal jump.
My first jump was a tandem and I don’t remember being in the door, but I remember the rush and how i felt like i was floating during free fall. My first jump as a student I remember climbing out of the plane and getting the shake from my instructors telling me they are ready. I thought, “What the F am I doing?” then I just took a deep breath and gave the exit count. Letting go of the plane and starting the dive flow. What a rush! It was so much fun to fly my own body!“
http://answers.yahoo.com/question/index?qid=20080201232845AAknrsj
Nach dem Sprung gab es einen Burger-Gutschein bei Burger-Fuel.
Chilisoße brennt auch außen auf der Wange
Der Name ist Programm. Der Burger [Börger] war so groß, daß ich kurz davor war nach Besteck zu fragen. Ich dachte nur: „Was soll das für eine Sauerei beim Essen werden?“. Ich hatte mir den „Chicken Flamethrower“ bestellt, mit Chilisoße und schön hot. War es dann auch, durch die Sauerei mit dem wabbeligen Brötchen und der vielen Soße, hat es auch außen auf der Wange gebrannt. Die Burgers können mir gestohlen bleiben, so eine Manscherei, dagegen war das Mit-den-Händen-essen in dem Fischrestaurant in Jakarta sehr gesittet.