(Dieser Beitrag ist zur Orientierung und wird immer hier oben stehen, neue Beiträge folgen darunter!)

Noch sind es 26.000 Meilen also rund 42.000 km. Ich werde den Verlauf nach und nach aktualisieren, je nach Flugroute. Mal sehen, wieviel km zusammenkommen ;).

Zur alten statischen Karte

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Ausschlafen


Nach dem langen Tag gestern, mußte ich heute ausschlafen. Lange, bis um 12pm und es war schön. Um 3pm habe ich dann mein Frühstück im japanischen Restaurant zu mir genommen habe. Diesmal „Chicken Tempur Teriyaki“ (mit Soup Miso & rice). Super lecker, die Hälfte habe ich mir dann einpacken lassen. War wieder mal eine Bauarbeiterportion und die verträgt mein Kindermagen nicht. Bin dann immer so unglaublich müde ;).


Vancouver International Film Festival


Als ich weiter die Granville Street runtergelaufen bin, denke ich mir so „Warum stehen hier soviele Leute rum und wo stehen sie an?“ und sehe, daß hier ein Filmfestival stattfindet. Im gleichen Moment denke ich „I’m such a lucky guy!“. Es hat keine 15min gedauert und ich habe mein erstes Ticket gekauft.


http://www.VIFF.orghttp://www.americasmostdangerousman.com


Um viertel nach sieben gehe ich „America’s most dangerous man“. Es geht um einen Pentagonmitarbeiter, der während des Vietnamkrieges Papiere der Presse zugespielt hat, worin klar war, daß die Regierung das Volk belogen hat und der Krieg inszeniert war. Der Vorfall in der Bucht von Tonkin war ein vietnamesisches „Gleiwitz“ – inszeniert. Die Regierung hat seit Kennedy die Pläne gehegt, nach dem Indochinakrieg, in den Frankreich verwickelt war, die Kolonien Frankreichs zu übernehmen. Vielleicht war diese „Wahrheit“ jedem aufmerksamen DDR-Schüler bekannt, mir jedenfalls bisher nicht. War für mich auf der einen Seite sehr schockierend, wie die Menschen in der besten „Diktatur des Volkes“ so verhetzt werden können und auf der anderen Seite, wie mutig einige Menschen sind und für ihre Prinzipien eintreten.


Dieser Beitrag im Programm des Filmfestivals ist als „non-fiction“ eingeordnet und nach einer kleinen Recherche, finde ich auch viele andere Anzeichen dafür. Historisch ist der Vorfall als „Pentagon Papers“ bekannt und unter diesem Titel zu finden. Damit verbunden ist der Name Daniel Ellsberg. In der deutschen Wikpedia ist ein kleiner Eintrag http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Ellsberg, wer des englischen mächtig ist, kann in der englischen und den Quellen unter dem Artikel ausführlich Informationen finden.


Bamm, bamm


Das Männchen mit dem Hammer im Kopf erinnert mich den ganzen Tag an den letzten Abend. Paracetamol und zwei Liter Wasser sind zwecklos. Ich nehme es hin und hoffe, daß mich niemand anspricht.


Frühstück bei McDonalds


Mein Chronograph sagt mir, daß es Zeit wird Kaffee oder so etwas wie Frühstück zu mir zu nehmen. Mein Magen sagt noch, nein danke. Ich bedeute meinem Magen still zu sein und gehe zu dem Laden nebenan, mit diesem roten M an der Straße. Ich bin nicht der erste an diesem Montagmorgen. Noch nicht ganz bei mir, haspele ich etwas von Burger und Kaffee. „Erst in zehn Minuten, wir bieten gerade nur Frühstück an“. Ich hasse amerikanisches Frühstück – Donuts und anderes Süßes. Also habe ich erst nur Kaffee und eine Cola bestellt und warte einfach zehn Minuten. Während des Kaffees und der Cola werde ich langsam klarer und fange mich an zu schämen. „Sitze ich wirklich zum Frühstück bei McDonalds? Oh mein Gott!“.


So lerne ich auch mal Amerikas Unterschicht kennen: ist ja bekannt, daß die Armen und „Undereducated“ das meiste FastFood essen und am fettesten werden.


Weil sich mein Appetit immer noch nicht einstellt, wandere ich mit meinem FatFastFood zurück zum Hotel und werde es später auf dem Flughafen essen.


1x26kg sind zuviel – 2x23kg sind ok


Der Fahrer vom Hotel, der mich zum Flughafen bringt, redet mit mir. Uuuuhhh. Er ist aus Guatemala und hat eine GreenCard gewonnen. Glückwunsch und nun laß mich mal in Ruhe, ich verstehe ihn eh kaum. Beim Einchecken dann die nächste Überraschung. Mein einer Koffer ist zu schwer. Er ist 2kg zu schwer und ich soll dafür $70 zahlen. Ich denke nur noch „Hat sie ein Rad ab?“. Zwei Kg und siebzig Dollar oder 50€, also 25€/kg? Sie bietet mir an, den Inhalt auf zwei Gepäckstücke zu verteilen und dann dürfe ich sogar zwei Mal 23kg mitnehmen. Sei ein besonderer Service von AirCanada. Was ist das für eine Logik? Das ist einfach nur Kundenabzocke. Nach mehrmaligem Nachfragen, ob ich das nicht einfach nur falsch verstanden habe, bestätigt sie es. Die spinnen doch! Hmm.


Ich gehe nochmal zurück und esse erstmal meinen AngusBurger. Komme mir vor, wie in der Werbung. Weil ich beim Essen richtig die in mir aufkommende Energie gespürt habe. Der Burger war mal richtig gut, also soweit ich das beurteilen kann, ist glaube ich mein vierter Burger in meinem Leben. Er war dezent mit Soße und total sauber zu essen und das Fleisch war saftig und nicht Schuhsohlen-like.


Nachdem ich meinen Rucksack mit Schuhen vollgestopft habe, meine Winterjacke und Stativ nun auch noch im Handgepäck habe und die große Packung Flächendesinfektion weggeworfen habe, sagt mir die … am Schalter : „Geht doch.“.


1001 Sicherheitschecks


Kürzlich hat das IOC die Vergabe der Olympischen Spiele an Chicago abgelehnt, mit der Begründung die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen seien eine Zumutung für die zu erwartenden Gäste. Ja, sie sind es. Vor der Aufgabe des Gepäcks, wird es gewogen und etikettiert (normal). Nun muß man aber mit seinem Gepäck zum Röntgenband und falls man den Koffer verschlossen hat, auf den Koffer warten, bis er durch ist. Zusätzliche Dauer hier 10min. Dann geht es weiter zur Personen- und Handgepäckskontrolle. Davor prüft ein Beamter den Ausweis mit ultraviolettem Licht und vergleicht mit grimmigen Blick, ob Photo und Person übereinstimmen. Zusatzdauer weitere 10min. Dann geht es in eine lange Schlange in der man dann nach 20min barfuß seine Hose festhaltend durch eine Sicherheitsschleuse geht und sich wieder ankleidet. Das ganze ist so aufgezogen, daß man ziemlich lange wartet und in der Schlange steht. Vergleichbar mit Netto, es gibt sechs Kassen und nur eine ist geöffnet, weil man nicht länger als 15min warten muß, bis man an der Kasse ist. Für einen Flughafen, der bei den Passagierzahlen pro Jahr unter den Top6 nicht gerade ruhmreich. Wenn das in Chicago ähnlich ist (der zweitgrößte der Welt), dann ist mir die Begründung mehr als verständlich.


Nachfahre deutscher Einwanderer


Während des zweistündigen Fluges mache die Bekanntschaft eines Kanadiers, dessen Vorfahren 1848 aus Deutschland gekommen sind. Ich frage mich, ob es mit der Märzrevolution zusammenhängt.


Auf dem Zielflughafen habe ich dann noch gefragt, wo die Straße ist, wo ich hin muß und er daraufhin: „Moment, schaue ich mal bei Google nach.“ mit meinem Iphone nach. „Boah“, dachte ich mir, jetzt zeigt mir schon ein 54jähriger auf GoogleMaps, wo ich hin muß. War ich etwas überrumpelt. Fast so, als wenn meine Oma mir demnächst sagt, den Einkaufszettel macht sie immer in GoogleDocs und läßt sich per PushMail direkt auf’s Handy über die günstigsten Läden in der Umgebung informieren.


Im Hotel angekommen, gehe ich im Sushi-Restaurant gegenüber etwas essen. Erst mal Luft holen, mich überkommt gerade die Müdigkeit. Die Reise über die Zeitzonen und die letzte Nacht macht sich bemerkbar. Tja und wieder ein Franzose am Nebentisch, der einen deutschen Nachnamen hat und dessen Großvater aus dem Elsaß kommt – das ist Geschichte zum Anfassen.


Das Essen schmeckt und morgen schlafe ich aus! N8!


Flug über die Datumsgrenze

Gestern beim Buchen des Hotels ist mir aufgefallen, daß ich am 12. abreise und erst am 13. ankomme in Vancouver. Hört sich nicht schlimm an, fliege ich eben lange und komme am nächsten Tag an. Wohl doch nicht, da ich nach Osten über die Datumsgrenze fliege, komme ich am gleichen Tag vormittags an. Obwohl ich am gleichen Tag nachmittags starte und der Flug 12-13h dauert mit ~5h Zeitverschiebung d.h. Abflug ist in Auckland um 15:55 + 11h + 5h – 24h = 7am (gleicher Tag), bei mir steht als Weiterflug allerdings 14:10 am 13. in L.A.. Das sollte dann bedeuten, daß ich gut und gerne knappe 30h Flughafenluft schnuppern werden, oder nicht? Ich bin gespannt, hoffentlich habe ich mich verrechnet oder etwas nicht bedacht. Falls nicht, würde ich dann gut und gerne mit allem Drum und Dran 48h Reisedauer haben, keine schöne Vorstellung.

Mal sehen.


Ein Tag Aufenthalt


Was hat sich das Reisebüro dabei nur gedacht? Warum haben wir das nicht beim Durchsehen der Reiseunterlagen bemerkt? Egal. Doof nur, daß ich beim Checkin gefragt wurde, wo ich den übernachten würde. Warum das so wichtig sei, habe ich gefragt. Sie müßte es wissen, weil ich nicht auf dem Flughafen bleiben könnte. Warum denn nicht, in Deutschland leben sogar zeitweise Menschen auf dem Flughafen und das legal, erwiderte ich. Nicht so in den USA, die mögen das nicht schloß sie. Weitere zehn Minuten später, mein Übergepäck geriet aus den Fokus und schlug mir einfach vor, daß ich ein Hotel angeben sollte und mir nur noch die Adresse besorgen müßte (am Inet-Terminal). Ohne Adresse würde der Zoll Probleme bereiten – warum? Keine Ahnung, vielleicht stehe ich dann im Verdacht etwas zu sein, ein Terrorist in spe oder so. Bin ja mal gespannt, welche Paranoia mich auf dem Airport in L.A. erwartet.


Datumsgrenze sieht man aus dem Flugzeug


Ich hätte es nie gedacht. Als wir über die Datumsgrenze geflogen sind, konnte man eine Linie aus dem Fenster erkennen. Mag aber vielleicht auch daran gelegen haben, daß wir zu diesem Zeitpunkt 1007km/h schnell waren und daher ein nahender Kondensstreifen sichtbar war. 😉


Flug über den Äquator


Gerade in diesem Moment überfliegen wir den Äquator, also 5:32h vor Ankunft am Ziel und schaue ganz gespannt aus dem Fenster, ob man auch etwas erkennt. *g* Hätte echt nicht gedacht, daß ich mal erlebe, daß ich die Sterne am Himmel vorbeiziehen sehe. Jetzt nicht so schnell, wie beim Überholen auf der Autobahn, aber doch merklich. Flugrichtung ist gerade Süd nach Nord und ich sitze rechts. Habe also, wenn ich es nicht verschlafe, die Möglichkeit den Sonnenaufgang mitzuerleben und mit meinem Fotoapparat festzuhalten. Aber abwarten, mal sehen wie müde ich in 4 Stunden bin. Das gibt es doch nicht, wir landen doch wirklich gerade in dem Moment, in dem die Sonne aufgeht. Naja nächstes Mal.


Iranischer Zollbeamter und afghanischer Taxifahrer


Der Zoll nimmt mir meine Bananen aus meiner Stullendose weg :(. Ich dachte nach Neuseeland hört dieser Bio-Security-Paranoia-Spuk auf. Lustig fand ich, daß der Zollbeamte für Immigration mich mit „Guten Morgen“ begrüßte, nachdem er meinen deutschen Paß gesehen hat. Ich frage ihn ob er Türke ist, er verneint und sagt, daß er Iraner ist und in Deutschland Verwandte hat. Tja so klein die Welt, mich wundert es nicht, wenn ich demnächst einen schwäbelnden Inder treffe.


Auf dem Flughafen suche ich mir am Informationsautomat (ähnlich einem Inetterminal) ein Hotel raus. Was ich schön finde, es ist eine Anrufsfunktion eingebettet. „Call and book“ mache ich und es klappt. Mit einem Taxi bin ich nach 25$ für 8 Meilen da.Wie sollte es anders kommen, der Taxifahrer ist Afghane und sein Bruder hat in Deutschland studiert – warum nicht. Wir unterhalten uns ein wenig auf der Fahrt und er fragt mich doch allen ernstes, ob ich wüßte wo Afghanistan liegt. Natürlich nicht! Woher denn, ist ja seit 2001 nicht mehr in den Medien. (Scherz, klar weiß ich es.) Einige Tage später wird mir klar, warum er fragt. Selbst auf etablierten Kanälen läuft unten im Ticker eine Schlagzeile wie „Großer See in Afrika trocknet aus“ und anderswo fragt der Moderator nocheinmal einen zugeschalteten Spezialisten, ob mit Höhe die Höhe über dem Meeresspiegel gemeint ist. Bildung ist hier vielleicht hier nicht so verbreitet.


Lunch – Mie goreng mit alten Shrimps


Mein Magen fragt mich dauernd, wann es wieder etwas zu essen gibt und es geht mir langsam auf den Keks, also gebe ich nach. Dann hat er endlich was zu tun und nervt nicht dauernd. Nachdem ich meine Sachen im Hotel abgestellt habe, gehe ich die Hauptstraße entlang. Die Hauptstraße ist etwa so breit, wie eine vierspurige Autobahn, mit 4m-breiten Spuren. In einer Ladenzeile finde ich einen Chinesen und bestelle mir gebratene Nudeln mit Shrimps. Die Nudeln sind ok, aber die Shrimps schmecken fischig. Dieser Geschmack ist ein Zeichen dafür, daß sie nicht ganz so frisch sind, um nicht zu sagen alt. Als ich die Portion bekommen habe, mußte ich schon schlucken, weil sir meine wirklich heftig groß war. Daher erklärt sich auch, daß ich danach ziemlich müde war ;). Jetlag, wenig Schlaf und voller Magen fordern ihren Tribut. Laut meinem Reiseführer (für Neuseeland) bracht der Körper für jede Zeitzone, die man überquert einen Tag, um seinen Biorhythmus anzupassen. Heißt dann also, daß ich ca. zwei Wochen Jetlag haben werde, klasse!


Vor der Hollywoodtour


Vor meinem Mittagsschlaf buche ich noch eine Tour, um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Würde zwar am liebsten den Tag durchschlafen, aber ich glaube ich würde mich viel mehr ärgern, die kurze Zeit hier nicht genutzt zu haben. Zumal wenn man bedenkt, was ich dann noch so erlebt habe, aber dazu später mehr. Ich habe 1,5h Zeit bevor es los geht und falle augenblicklich in einen tiefen Schlaf.

Hier habe ich mal ein Link zu GoogleStreetView http://maps.google.ca/maps?f=q&source=s_q&hl=en&geocode=&view=map&q=los+angeles+lawndale&sll=33.845327,-117.909393&sspn=0.493866,0.883026&ie=UTF8&hq=&hnear=Lawndale,+Los+Angeles,+California,+United+States&ll=33.888965,-118.352693&spn=0.000964,0.002747&t=h&z=19&layer=c&cbll=33.888551,-118.352392&panoid=BuwDS2oilLtHrRMszf-srw&cbp=12,77.84,,0,-8.01, kann sich jeder mal die Gegend anschauen. (Ist so, wie ich sie gesehen habe.)


Vom Hotel werde ich abgeholt. Eigentlich sollte es ein Bus sein, aber weil etwas dazwischen gekommen ist, holt mich der Chef persönlich ab, in einer schwarzen Limousine (kurze Version), mit getöhnten Scheiben und Lederbezügen, dazu mit einer Motorisierung, die an 7er BMWs erinnert. Ich überlege nochmal, ob ich die Tour für $55 oder für $550 gebucht habe. Der Chef erzählt auch noch, daß Los Angeles aus 88 Städten und 33 Freeways (Autobahnen) besteht und sich über 200×300 Meilen verteilt und alle Touris enttäuscht sind, kein Stadtzentrum vorzufinden. Gibt es auch nicht. Diese Region hat auch wenige öffentliche Transportmittel und ist für Autos geplant. Seiner Aussage zufolge sei es normal, morgens und abends mindestenxs 40min mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.


Komischerweise hatte ich mir Kalifornien immer als sonnig vorgestellt. Bei meiner Ankunft war es bedeckt und es hat sich sogar Regen für den nächsten Tag angekündet. Mein Fahrer hat mir daraufhin natürlich bestätigt, daß es seit 1,5 Jahren das erste Mal sei, daß es regnerisch sei. Na klar, warum nicht, haben mir die Kiwis ja auch gesagt „Vorheriges Jahr war der September nicht so verregnet.“. Egal.


Während der Hollywoodtour


Der Tourguide heißt Jack [Jaaaaäk] und ist der erklärte Cousin von Nicholas Cage ;). Der Guide ist sehr gut, macht seine Sache richtig gut und sorgt für Stimmung, ist ja auch immer wichtig. Wer kennt nicht die langweiligen Touren, wo die Reiseführerin vorne im Bus mit dünner Stimme, den Tempel von … erklärt und einfach nur langweilt, weil sie sich nicht traut die Stimme zu heben und akzentuiert zu sprechen.


Außer seine Witze verstehe ich auch alles. Wir fahren zum Strand, an dem Baywatch gedreht wurde und er weist uns darauf hin, daß Rettungsschwimmerinnen nie einen Zweiteiler, wie Pam tragen ;). Dann sind wir nach Hollywood gefahren und zum Walk-of-Fame durch Beverlly Hills. Interessanterweise bestehts BH’s Haupteinnahmequelle darin, daß es Gebäude leasen läßt und per Gesetz verbietet, (Stadt-)Eigentum zu erwerben.


Wir waren glaube ich 12 bei der Tour, 4 Bolivianer, 1 Australier, 1 Deutscher, 2 schwedische Afghaninnen … . Jaaa, schwedische Afghaninnen, da habe ich auch nicht schlecht gestaunt. Zuerst als mir die beiden gesagt haben, sie seien aus Schweden. Man stelle sich jetzt zwei Frauen mit dunkelbraunen ins Schwarze gehende Haare, mandelbraune Augen und einem natürlichen braunen Teint. Da dachte ich „Was erzählen mir die?“. Mußte in dem Moment daran denken, wie einige Deutsche zwei somalische Eltern haben und nur an zwei Körperstellen weiß sind – Augen und Zähne. Auf die Frage, woher sie wirklich kommen, antworten sie Afghanistan. Da bleibt mir dann etwas der Mund offen stehen. Das Bild der Afghanin in einer Burka und das, jener im Bus. Die sahen wirklich gut aus und … ganz und gar nicht jugendfrei … .


Nach der Hollywoodtour


Mit dem Australier habe ich mich so gut verstanden, daß wir auf der Tour beim letzten Halt mit einem Bier in der Hand zurückkamen – zum Entsetzen des Tourguides. In den Staaten ist Alkoholkonsum auf der Straße nicht erlaubt und kann sogar zu einem Entzug seiner Lizenz führen, wenn er uns mit Bier in den Bus läßt und erwischt wird. Die verrückten Amis.


Der Abend ging dann einer Bar so weiter und führte fast zu meiner Fahruntüchtigkeit (als Gast im Taxi). Wir haben dann beim Billard noch Einheimische kennengelernt und sind in deren Jeep zu einer anderen Bar. Das war schon eher ein Kleinbus, wenn ich auf der Rückbank einen Abstand von einem Meter zu meinem Nachbarn und einen Meter Abstand im Bodenbereich Vordersitz habe und über ein kleines Treppchen einsteigen muß, dann ist es ziemlich ziemlich groß.


Der Abend war schön, der Tag war lang und irgendwie stand immer Whisky, Bier oder Martini vor mir auf dem Tisch. Ich kann jetzt mit Stolz sagen, daß meine Sprachkenntnisse so weit gediegen sind, daß ich mich unter erheblichen Alkoholeinfluß mit Amis unterhalten kann (Dialog wohlbemerkt). 😉



Heute konnte ich endlich wieder ausschlafen. Hört sich immer wie jammern im Paradies an, ist es aber nicht. Wenn man immer um 10am raus auschecken muß, bedeutet das, daß ich um 8am aufstehen muß und das ist zu früh. „Dann gehe doch früher schlafen!“ Habe ich auch schon öfter versucht, klappt aber nicht. Manche kommen früh nicht raus und andere schaffen es abends nie schnell genug ins Bett – ich gehöre zu Ersteren.


Heute habe ich mein Auto abgegeben. Ging alles ohne Probleme. Nun bin ich wieder Fußgänger, auch ungewohnt, muß aber kein Parkplatz mehr suchen ;). Bin heute bei dem wunderschönen Wetter viel in der Stadt rumgelaufen. Am Hafen war ein indisches Volksfest mit Tanz, Musik und viel Essen (wie bei uns, eben nur indisch). Einige Sachen habe ich gekostet, konnte aber trotz der lesbaren Zeichen nicht sagen, was das nun ist, so fremd waren mir die Namen. Habe aber kein einziges Mal daneben gelegen, die beide Gerichte haben verdammt lecker geschmeckt.


Inglorious Bastards – 40% deutsch


Abends war ich noch im Kino und habe mir den neuen Film von Quentin Tarantino angesehen. Da er historisch in Deutschland und dem besetzten Europa währendes des Krieges angesiedelt ist und der Regisseur mit der Sprache eine authentische Atmosphäre schaffen wollte, konnte ich vieles ohne Probleme verstehen. Es wurden sogar die englischen Untertitel für die deutschen Passagen eingeblendet. Das wiederum war für mich wieder sehr hilfreich – wie würde das oder das ausgedrückt werden.


Meine passive Fähigkeit Englisch zu „sprechen“ wird immer besser.


Es reicht mit der Autofahrerei. Die 3000km in drei Wochen, davon 1700km in der letzten Woche, sind dann doch nicht ohne. Wenn ich da an den Italiener aus Mailand denke, der in zwei Wochen Nord- und Südinsel macht und jeden Tag 400km fährt, frage ich mich, was er wohl sieht oder eben auch verpaßt, wenn er nur im Auto sitzt.


Hostel ziemlich teuer


Mal wieder in einem Hostel übernachten“ war mein Gedanke, als ich im YHA angehalten und gefragt habe. Nachdem mir dann ein Preis von gerade mal 10€ pro Nacht unter dem des Hotels in dem ich ein sehr schönes Apartment hatte, genannt wurde, dachte ich mir „Och nö.“. Für 10€ weniger auf TV, Waschmaschine, Küche und Balkon zu einem schönen grünen Park hinaus und Parkplatz für’s Auto verzichten, muß auch nicht sein. Zumal die Kosten für einen Parkplatz den Unterschied dann auch schon wieder auf Null reduzieren kann. Also bin ich wieder in das schöne Quest Hotel in der Queensstreet gleich nebenan.


Mein Tipp daher, auch mal Dinge anschauen, die von außen zu teuer aussehen und einfach mal fragen. Die Erfahrung, daß dann bei genauerem Hinsehen Dinge zu teuer oder auch gar nicht so teuer waren, haben wir schon in Indonesien gemacht und ich jetzt hier in Neuseeland auch schon. Ein Blick und eine Nachfrage lohnt oft.


Vorgestern wollte ich abends joggen gehen und mußte leider wegen Knieschmerzen abbrechen. Gestern und heute fiel mir das Treppensteigen schon schwer. Heute ist es leider nicht besser *ächz. Das Ende meiner Neuseelandrundreise naht und ich muß mich langsam auf den Weg nach Auckland machen. Am Sonntag muß ich mein Auto abgeben. In Tauranga in einem kleinen Motel direkt an einem Bahnübergang mache ich heute Zwischenstopp und fotografiere vor lauter langer Weile die Regentropfen. Meine Güte regnet es doll. Das regelmäßige Gebimmel des Bahnübergangs hört etwas nach einem simplen Glockenspiel an, aber auch nur ein bißchen.


Morgen geht es weiter direkt nach Auckland, die letzten 200km.


Yes – I did it!


Vor längerer Zeit schon habe ich mir vorgenommen irgendwann mal einen Fallschirmsprung zu machen. Es ging mir einfach mal darum eine Grenzerfahrung zu machen. Bin ich fähig mit einer Angstsituation umzugehen oder werde ich da panisch. Kann ich meinen Willen durchsetzen oder muß ich mir eingestehen, daß ich es nicht fertig bringe. Ich wußte es vorher nicht. Jetzt weiß ich es!

Von Weltreise – Neuseeland – 2009.09.19

Erst wollte ich in Taupo springen aber durch die Sperrung der Highways infolge des Wetters mußte ich nach Rotorua ausweichen. Gestern als hier in Rotorua so ein Bombenwetter war, Sonne und 20°C, bin ich um 5pm angekommen und gleich an den Flughafen herangefahren. Einfach mal einen Eindruck bekommen und die Zeiten erfragen. Also ich vor dem Hangar geparkt und rein. Etwas haben mir die Beine schon geschlackert.


(ich) „Hi“

(sie) „Hi, Lars?“ (wir hatten 2min vorher telefoniert)

(ich) „Ja. Ich wollte mal fragen wegen … .“

(sie) „Willste gleich springen?“

(ich) „Nee, neee. Ich muß da erst eine Nacht drüber schlafen. Also bis morgen.“

(sie) „Bis morgen.“


Für heute war dann um 11am ein Sprung vereinbart. Sollte nämlich laut Wetterbericht auch so bombig werden – ist es natürlich nicht geworden. Aber auch egal. Habe den Hangar wieder verlassen und war froh, daß es ja noch sooo weit weg ist. Ist ja erst morgen.


Heute früh bin ich dann aufgewacht und dachte, so nun ist schon „morgen“ und gleich springste aus ’nem Flugzeug und … oooh Gott! Erst einmal etwas ablenken.


Vereinbart war, daß ich 30min vorher anrufe, um das Wetter auszuloten und evtl. den Sprung zu verschieben. Beim Telefonat wurde dann auch klar, daß der Fall eintritt und wir verschieben es auf 1am. (Puuuh! In dem Moment dachte ich, haste also noch 3h länger (zu leben). Habe mich schon gefreut.) Nachdem ich die Zeit, die mir wie eine Schonzeit vorkam mit Wäsche waschen zugebracht habe, klingelt es kurz nachdem ich den Trockner befüllt habe. „So, könntest du?“,“Wann?“,“Jetzt! Ist gerade eine Wolkenloch.“,“Ähh, habe da ein Problem … habe gerade den Trockner befüllt ….“ (mir war etwas mulmig und die Ausrede kam mir gerade recht), „Ach was der Trockner … !“, (Mist, hat nicht geklappt, war aber auch nur ein kläglicher Versuch.)


Die 8km zum Flughafen kamen mir wie 80km vor. Die 15min Fahrt wie 2h, ich merkte langsam die Aufregung. Mir schien es so, als würden alle 25km/h fahren, alle lief so langsam ab. Ich merkte wie schon vor dem Sprung Adrenalin ausgeschüttet wurde. (Warum schleichen die denn hier alle mit 80 lang?) Ich sehe das Gebäude und denke noch, einfach geradeaus weiterfahren, merkt keiner und bezahlt haste auch noch nicht. Ich biege dann doch links ein und stelle mein Auto ab. Motor aus. Nocheinmal tief Luft holen und dann rein.


Die Vorbereitungen dauern vor dem Start weitere 20min. Zwanzig Minuten, die ich genieße und die mir wie eine Ewigkeit vorkommen. Es geht los. Anzug an. Gurte anlegen. Mein Tandempartner wird mir vorgestellt. Name habe ich schon wieder vergessen, ich glaube er hieß Mike [Meik] oder so. Mit mir zusammen möchte auch eine füllige 18jährige Inderin springen. Gut, daß ich nicht alleine springe, kann ich wenigsten gucken, wie sie abspringt. Hmm. Doof nur, daß wir als letzte einsteigen. Hmm, will nicht als erster springen *jaul. Egal.


So wie wir in der kleinen Propellermaschine sitzen habe ich mir immer die Holzklasse vorgestellt. Im Film haben die Fallschirmjäger immernoch auf Bänken gesessen, wir nicht. Wir sitzen hintereinander auf dem Boden – so wie der Langstreckenflug der Air Jemen nach Madagaskar, der dann ein jähes Ende im Pazifik fand. Der Start ist normal, etwas lauter und etwas näher am Fahrtwind aber sonst gut und schön. Gut, daß wir ja erst aufsteigen müssen und nicht gleich springen, sonder es noch mindestens noch 10min Steigflug hin ist, bis … ich schiebe es einfach weg. Hmm, schön die Wolken. Ooh über den Wolken ist es ja schön. Die instructors beginnen langsam mit ihren Witzen, gut daß ich ihren Slang kaum verstehe. Also sollen sie doch ruhig witzeln, nachdem ich jedes Mal fünf Mal „Ähh?“ frage, hören sie auf. Die sind echt nicht zu verstehen, einfach nur unverständlich. Erinnere mich gerade an die ersten Tage in NZ in Hamilton bei KFC, wo ich mehrmals fragen mußte, ob es nun zwei oder drei Dollar kostet. Naja, springe mit dem, den ich nicht verstehe ja nur aus einem Flugzeug. Falls ich ihn falsch verstanden habe, dauert es nur 3min bis es mir egal sein kann ;).


Nein – die Lampe wird grün und zeigt auf „Jump“. Es geht los … ich sitze nun an der offenen Tür in 5.000m Höhe und schaue auf den Wolkenteppich und dann geht es auch schon loooooooooooooooooooooooos ….. aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah.


Der Sprung beginnt mit einer Rolle rückwärts und das schlimme Gefühl des Fallens dauert nur ein bis zwei Sekunden, dann wird es ein gleichmäßiger Fall durch den kleinen Bremsfallschirm. Wirklich genial, irgendwann bin ich dann nur noch überwältigt gewesen. Ich habe mich einfach vorher entspannt und bin nicht verkrampft, dann kann man es ziemlich gleich nach dem Ausstieg genießen. Einfach super. Dadurch, daß ich Video und Photos mitgebucht habe, ist neben mir ein, der Fotograf geflogen. Er hat mich die ganze Zeit (1,5min) gefilmt und fotografiert. Für das erste und vielleicht das letzte Mal wollte ich unbedingt Photos haben. Für die Enkel *zwinker.


Das Preis hat sich gelohnt und ich würde es immer wieder machen. Mal schauen, ob es in Vancouver geht. Nach der Landung muß einem das Grinsen wirklich aus dem Gesicht operiert werden, so fest sitzt es. Es ist ein purer Adrenalinrausch, der bei mir ca. 1h angehalten hat. GEEEEIL!


Ich kann auch nochmal auf diesen Link verweisen. Die Beschreibung des ersten Males sind nahezu identisch. Ich zitiere hier mal die entsprechenden Auszüge.


What does skydiving feel like? — Freedom. For 45 to 60 seconds there is nothing but me, the air and my friends. Flying your body in the sky is the greatest feeling I have ever experienced. Flying and landing a parachute is a lot of fun too. I’d say it is kinda like driving a race car and landing an airplane all at once.


For me I find relaxation in free fall. I know no better way to relax then jumping out of plane and back flying solo.

It is very easy to breath in free fall. There is a lot of air up there. Being relaxed and just flying and having fun.

By the way, if you are afraid of heights you have nothing to worry about for skydiving. After about 2000 feet of climb it will all look the same. When you are in free fall you do not have the feeling of falling because there is nothing to tell you how fast you are falling. Think about as driving down the interstate and looking at an overpass two miles away. You’re doing 100mph towards the overpass but it does not seem to be getting any closer until you’re right up on it. Same thing in skydiving, the ground is far enough away that there is no ground rush. It took me about 100 jumps before I could see the difference between 12000 feet, 7000 feet and 3000 feet.

The length of a skydive depends on the type of skydive. a low altitude jump I may have 5 to 20 seconds of free fall. Full altitude I can have 45 to 60 seconds of free fall. If I’m free flying then less free fall because the speeds are higher. If I’m on my belly then more time because the speeds are lower. The canopy flight time depends on how you fly and the type of canopy. It can be anywhere from less than 60 seconds under canopy to 5 or 6 minutes for a normal jump.

My first jump was a tandem and I don’t remember being in the door, but I remember the rush and how i felt like i was floating during free fall. My first jump as a student I remember climbing out of the plane and getting the shake from my instructors telling me they are ready. I thought, „What the F am I doing?“ then I just took a deep breath and gave the exit count. Letting go of the plane and starting the dive flow. What a rush! It was so much fun to fly my own body!“

http://answers.yahoo.com/question/index?qid=20080201232845AAknrsj


Nach dem Sprung gab es einen Burger-Gutschein bei Burger-Fuel.


Chilisoße brennt auch außen auf der Wange


Der Name ist Programm. Der Burger [Börger] war so groß, daß ich kurz davor war nach Besteck zu fragen. Ich dachte nur: „Was soll das für eine Sauerei beim Essen werden?“. Ich hatte mir den „Chicken Flamethrower“ bestellt, mit Chilisoße und schön hot. War es dann auch, durch die Sauerei mit dem wabbeligen Brötchen und der vielen Soße, hat es auch außen auf der Wange gebrannt. Die Burgers können mir gestohlen bleiben, so eine Manscherei, dagegen war das Mit-den-Händen-essen in dem Fischrestaurant in Jakarta sehr gesittet.